#12 Umgang mit Kindern in der Pubertät: 3 Erziehungsfehler, die fast alle Eltern machen
Shownotes
In dieser Folge erfährst du: – Warum Rückzug in der Pubertät kein Angriff auf dich ist – Was Eltern intuitiv falsch machen – und warum es ihr Kind nur noch mehr blockiert – Wie du echte emotionale Räume schaffst, statt immer zu „helfen“ – Was du konkret tun kannst, wenn dein Kind sich dir entzieht – Wie du wieder Sicherheit gibst, ohne alles zu kontrollieren
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00:00:00: Die Tür zum Kinderzimmer deines Kindes knallt zu und es fühlt sich so an, als würde die Tür zum Herzen deines Kindes direkt mit ins Schloss fallen.
00:00:09: Eure Gespräche nur noch Einwortsätze, Blicke, die durch dich hindurchgehen und für dich die einzige Frage, wo ist mein Kind geblieben?
00:00:21: Dieses fröhliche und offene Kind, das dir früher alles erzählt hat, stattdessen wächst da eine unsichtbare Mauer zwischen euch und du hast panische Angst, dass du dein Kind für immer verlierst.
00:00:35: Wenn du dieses Gefühl kennst, dass du neben deinem Kind stehst und es nicht mehr erreichst, dann ist das kein Zufall.
00:00:44: Du bist hier, weil du spürst, dass die alten Erziehungsmethoden nicht mehr funktionieren.
00:00:49: Und du hast recht.
00:00:51: Was jetzt folgt, ist keine weitere weichgespülte Erziehungstheorie.
00:00:56: Wir decken jetzt auf, warum die meisten Eltern in dieser Situation scheitern und geben dir eine exakte Strategie an die Hand, wie du nicht nur die Verbindung zu deinem Kind rettest, sondern wie du sie stärker machst als je zuvor.
00:01:10: Bevor wir jetzt starten, rollen wir aber mit dem größten Denkfehler auf, den die meisten Eltern machen.
00:01:17: Du denkst, du machst etwas falsch.
00:01:20: Du denkst, dein Kind lehnt dich ab.
00:01:24: Falsch, stell dir vor.
00:01:26: Im Gehirn deines Kindes findet zur Zeit die größte Umbaumaßnahme seines Lebens statt.
00:01:32: Und das ist wahrhaftig keine Übertreibung.
00:01:36: Das emotionale Zentrum explodiert förmlich, während der Teil des Gehirns für Planung, Kontrolle und vernünftige Entscheidungen Noch eine riesengroße Baustelle ist.
00:01:47: Das Ergebnis, extreme Gefühle, die sich selbst nicht versteht.
00:01:51: Eine enorme Risikobereitschaft.
00:01:53: Und das tiefe innere Gefühl, dass niemand, aber auch wirklich niemand versteht, was in ihm passiert.
00:02:01: Dein Kind kämpft also gar nicht gegen dich.
00:02:04: Es kämpft also mit sich selbst.
00:02:06: Dieser Rückzug ist also gar kein Schritt weg von dir.
00:02:10: sondern vielmehr ein Schritt hin zu sich selbst.
00:02:13: Das Problem ist, die meisten Eltern reagieren auf dieses Verhalten völlig falsch und zementieren dabei die Mauer, die sie eigentlich einreißen wollen.
00:02:24: Jedes Gespräch mit deinem Teenager endet im Streit oder in eisigem Schweigen.
00:02:30: Du versuchst eine Verbindung aufzubauen, doch alles was du sagst, Macht alles nur schlimmer.
00:02:36: Die Tür knallt am Ende immer lauter und in dir die Stimme.
00:02:40: Aber ich muss doch mit meinem Kind fehlen.
00:02:42: Ich muss ihm Ratschläge geben.
00:02:44: Er soll doch von meiner Lebenserfahrung profitieren.
00:02:46: Oder ich muss ihm doch helfen, seine Probleme zu lösen.
00:02:49: Nur so merkt es, dass ich da bin.
00:02:52: Hör auf den Therapeuten zu spielen.
00:02:54: Denn mit jedem ungefragten Ratschlag.
00:02:57: Mit vorschnellen Lösungen oder Bewertungen.
00:03:00: vermittelt du deinem Kind unterschwellig verheerende Botschaften.
00:03:05: Dein Urteilsvermögen ist mangelhaft.
00:03:07: Deine Gefühle sind unangemessen und alleine schaffst du es nicht.
00:03:12: Und dann wunderst du dich, warum die Mauern weiter hochgehen?
00:03:16: Dein Kind fühlt sich nicht verstanden, sondern bevormundet.
00:03:19: Du versuchst ein Coach zu sein.
00:03:21: Aber alles, was dein Kind in diesem Moment braucht, ist ein Elternteil.
00:03:27: Sei kein Lösungsautomat, sondern ein Gefühlspiegel.
00:03:31: Das einzige, was dein Teenager in einem emotionalen Moment braucht, ist ein sicherer Hafen.
00:03:38: Ein Ort, in dem er seine Gefühle abladen kann und dass sie sofort zerflügt oder bewertet werden.
00:03:44: Der Schlüssel dazu ist nicht mehr zu reden, sondern zuzuhören.
00:03:49: Spiegel seine Emotionen.
00:03:52: Stell dir vor, Dein Kind kommt nach Hause und murmelt.
00:03:57: Deine erste Reaktion.
00:03:59: Was war los?
00:04:00: Hast du eine schlechte Note geschrieben?
00:04:02: Ach, streng dich mal an, das wird schon wieder.
00:04:04: Ergebnis, Gespräch beendet.
00:04:06: Tür zu.
00:04:07: Die Alternative.
00:04:09: Wow.
00:04:10: Heute klingst du echt frustriert.
00:04:12: Mehr nicht.
00:04:13: Du bietest keine Lösung.
00:04:15: Du benennst nur das Gefühl.
00:04:17: Und in dieser Stille.
00:04:19: Passiert die Magie.
00:04:20: Dein Kind spürt.
00:04:22: Hier werde ich ernst genommen.
00:04:23: Hier darf ich fühlen, was ich fühle.
00:04:26: Das ist die Einladung, die es braucht, um sich zu öffnen.
00:04:30: Du führst einen ständigen Kampf über Regeln, Hausaufgaben, Zimmeraufräumen oder ausgezeiten.
00:04:37: Du fühlst dich wie ein Polizist, der ständig alles kontrollieren muss, damit es weiter funktioniert.
00:04:43: Wenn ich nicht ständig die Kontrolle behalte, wird mein Kind abstürzen.
00:04:47: Schule vermasseln, in die falschen Kreise geraten und seine Zukunft ruinieren.
00:04:52: Ich muss doch an ihm festhalten, damit ich es beschütze.
00:04:56: Mit dieser Einstellung erziehst du keinen verantwortungsvollen Menschen, sondern einen abhängigen Befehlsempfänger oder Rebellen, der bei der ersten Möglichkeit ausbricht.
00:05:07: Ständige Kontrolle verhindert nicht, dass dein Kind Fehler macht.
00:05:11: Ständige Kontrolle verhindert, dass dein Kind aus Fehlern lernt.
00:05:15: Du nimmst ihm die wichtigste Lektion des Lebens ab, die Verantwortung für das eigene Handeln.
00:05:22: Lass los, aber mit einem Sicherheitsnetz.
00:05:25: Deine Aufgabe ist es nicht mehr, jeden Schritt zu kontrollieren, aber den Rahmen zu halten.
00:05:31: Gib deinem Teenager Raum.
00:05:33: eigene Entscheidungen zu treffen und vor allem viel wichtiger noch die Konsequenzen zu tragen.
00:05:38: Denn solange grundlegende Sicherheit nicht gefährdet ist, sind Fehler die größten Lehrmeister.
00:05:45: Deinkind hat die Hausaufgaben vergessen.
00:05:47: Der alte Weg, Standpauke, Vorwürfe, Drohungen und am Ende hilft zum Nachts noch bei den Hausaufgaben.
00:05:53: Lerneffekt für Deinkind?
00:05:55: Null.
00:05:56: Es lernt nur am Ende.
00:06:01: Der neue Weg, du sagst.
00:06:03: Oh, das ist ärgerlich.
00:06:05: Aber was ist dein Plan, wie du das morgen deinem Lehrer erklärst?
00:06:09: Das ist alles.
00:06:10: Die fünf Minuten unangenehmes Gespräch mit dem Lehrer sind tausendmal effektiver als deine Predigt.
00:06:17: So entsteht echtes Verantwortungsgefühl.
00:06:19: Verhandelt gemeinsam, welche Regeln unverrückbar sind, Sicherheit, Respekt und wo Spielräume für eigene Entscheidungen gibt.
00:06:27: Dies gibt deinem Kind die Würde zurück, die es in dieser Phase so dringend sucht.
00:06:34: In der Pubertät ist das emotionale Erleben deines Kindes stärker als je zuvor.
00:06:40: Studien zeigen, dass Kinder in dieser Phase Gefühle deutlich stärker wahrnehmen.
00:06:46: Frust, Trauer, Wut, Scham.
00:06:49: Sie alle schlagen in dieser Phase besonders heftig ein.
00:06:52: Und genau deshalb brauchen Jugendliche gar keine Lösungen auf Knopfdruck.
00:06:57: Sie brauchen Räume, in denen sie ihre Gefühle spüren dürfen, ohne Bewertung.
00:07:02: Der Schlüssel.
00:07:03: Gefühle dürfen da sein.
00:07:06: Auch Unangenehme.
00:07:07: Was bedeutet das jetzt konkret?
00:07:09: Schaffere gemäß sich kleine Inseln im Alltag.
00:07:12: wo du nicht nur funktionierst, sondern einfach nur da bist.
00:07:16: Kein, das ist doch nicht so schlimm.
00:07:18: Kein Ratschlag.
00:07:20: Stattdessen sagst du Folgendes.
00:07:22: Ich sehe, dass dich das richtig wütend macht.
00:07:26: Oder du hast jedes Recht wirklich absolut genervt zu sein.
00:07:31: Diese Spiegelung ist keine Erziehungsmaßnahme.
00:07:34: Sie ist Beziehungsarbeit.
00:07:36: Du gibst deinem Kind die Erlaubnis, es selbst zu sein.
00:07:40: Mit allem, was dazugehört.
00:07:42: Wenn du diesen Raum nicht öffnest, sucht sich dein Kind irgendwann andere Räume, TikTok, Chatgruppen oder andere Bezugspersonen.
00:07:51: Wenn du aber diesen Raum öffnest, merkt dein Kind, bei dir darf ich ich sein.
00:07:58: Echt, ohne Maske.
00:08:00: Wenn du es schaffst, diesen Raum für Gefühle zu halten, ohne es zu kontrollieren oder zu lösen, Dann beginnt sich dein Kind, dir wieder zu zeigen.
00:08:11: Nicht als Projekt, das du verbessern musst, sondern als Mensch, der gesehen werden will.
00:08:17: Die zugeschlagene Tür oder die knappen Antworten sind keine persönliche Kriegserklärung.
00:08:23: Sie sind das Symptom einer inneren, gewaltigen Veränderung.
00:08:27: Es ist der Versuch, deines Kindes eine eigene Identität zu finden.
00:08:32: Deine Reaktion darauf.
00:08:34: entscheidet alles.
00:08:36: Hör auf, der allwissende Berater zu sein, werdet zum sicheren Hafen.
00:08:41: Hör auf, der Kontrolleur zu sein, werdet stattdessen zum Mentor, der seinem Kind vertraut, eigene Erfahrungen zu machen.
00:08:49: Das klingt einfach, ist aber brutal schwer, weil es gegen all unsere Instinkte spricht.
00:08:54: Der Impuls zu helfen, zu lösen oder zu kontrollieren ist übermächtig.
00:09:00: Und genau hier scheitern die meisten Eltern.
00:09:03: Sie nehmen sich vor, anders zu sein, aber im nächsten Streit fallen sie in die alten Muster zurück.
00:09:09: Wenn du spürst, dass du eine klare Strategie und einen roten Faden für diese stürmische Zeit brauchst, um sie nicht nur zu überstehen, sondern um die Beziehung zu deinem Kind auf ein neues Fundament zu stellen, dann habe ich einen Vorschlag für dich.
00:09:26: Lass uns in einem kostenlosen Erstgespräch darüber sprechen, wobei euch die größten Hürden liegen.
00:09:32: Wir finden gemeinsam heraus, wie du aus den täglichen Machtkämpfen aussteigen und wieder zum gelassenen und starken Anker für dein Kind werden kannst, den es so dringend braucht, auch wenn es das niemals zugeben würde.
00:09:45: Klick jetzt auf den Link in der Videobeschreibung und bucht dir dein kostenloses Erstgespräch, damit wir gemeinsam die Mauern einreißen.
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